Aktion 6

Botschaft an Europa:
Klimaverhandlungen müssen raus aus der Sackgasse!
- Die Aktion wurde nach zahlreicher Teilnahme beendet -
Im Oktober finden in Luxemburg und Brüssel entscheidende Klimaverhandlungen der EU statt. Der EU-Gipfel ist eine der wenigen verbliebenen Chancen, durch konkrete und ambitionierte Schritte ein Zeichen zu setzen, und den international festgefahrenen Verhandlungsprozess aus der Sackgasse zu führen, damit im Dezember auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen ein ausreichend ehrgeiziges und global gerechtes Klimaschutz-Abkommen verabschiedet werden kann.
Mach mit bei der E-Mail-Welle durch Europa
Trag Dich ein und schicke E-Mails an Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissions-Präsident Manuel Barroso und den schwedischen EU-Ratspräsidenten Fredrik Reinfeld. Fordere darin, dass die EU sich zu ehrgeizigen Klimaschutzzielen bekennt und arme Länder bei der Bewältigung des Klimawandels unterstützt. Zeitgleich mit Dir werden engagierte Menschen in allen 27 EU-Ländern an ihre Regierungen sowie an Barroso und Reinfeld schreiben und eine Welle von E-Mails durch ganz Europa schicken.
Die EU muss …
• … ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 40% reduzieren. Das bisherige Angebot von 20% (mit der Option einer Aufstockung auf 30%) wird nicht ausreichen, um eine Klimakatastrophe zu verhindern.
• … die armen Länder bei der klimafreundlichen Entwicklung und bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen – mit Finanzhilfen, die bis 2020 auf 35 Milliarden Euro jährlich ansteigen müssen.
Zwar gibt es auf europäischer Ebene die prinzipielle Übereinkunft, dass Finanzmittel bereitgestellt werden sollen, aber es herrscht Uneinigkeit über die Höhe und darüber, aus welchen Töpfen sie kommen sollen. Die Gespräche stecken fest, und damit ist der Abschluss eines globalen gerechten Klimaschutz-Abkommens in Kopenhagen im Dezember gefährdet.
Hilf mit, durch die E-Mail-Flut wieder Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Einfach bis zum 30. Oktober hier eintragen.
- Die Aktion wurde nach zahlreicher Teilnahme beendet -
————————————————
Folgende Email wurde verschickt:
————————————————
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Ende dieses Jahres entscheiden Sie mit darüber, ob die Welt die Jahrhundertkrise Klimawandel noch in den Griff bekommt. Für die Sicherung der Lebensgrundlagen von Milliarden Menschen und deren Zukunft auf unserem Planeten ist es unverzichtbar, dass in den nächsten Jahren die globalen Treibhausgasemissionen zu sinken beginnen. Ambitionierter Klimaschutz darf nicht kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen geopfert werden – die Konsequenzen wären nicht zu verantworten.
Daher möchte ich Sie dringend bitten, sich beim EU-Gipfel Ende Oktober kompromisslos dafür einzusetzen, dass die EU sich sowohl zu ehrgeizigen Klimaschutzzielen bekennt, als auch ihrer Verantwortung gerecht wird, die Entwicklungsländer angemessen bei der Bewältigung des Klimawandels zu unterstützen.
• Die EU muss ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 40% reduzieren. Das bisherige Angebot von lediglich 20% (mit der Option einer Aufstockung auf 30%) wird nicht ausreichen, um eine Klimakatastrophe abzuwenden.
• Die EU muss die armen Länder bei der klimafreundlichen Entwicklung und bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen – mit Finanzhilfen, die bis 2020 auf 35 Milliarden Euro jährlich anwachsen müssen.
Ich beobachte mit großer Sorge, dass sich die EU in beiden Fragen auch nach monatelangem Ringen nicht bewegt – und damit den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen in Kopenhagen Ende Dezember gefährdet. Die Frage der Finanzierung ist dabei von besonderer Bedeutung, denn von ihr hängt ab, ob die Menschen in den Entwicklungsländern ausreichend Unterstützung erhalten, um die Folgen des Klimawandels abzufedern und ihnen ein Leben und Überleben mit dem Klimawandel zu ermöglichen.
Die Emissionsminderungen in Europa und die Finanzhilfen für die Entwicklungsländer ergeben zusammen den fairen Anteil Europas an einem weltweiten Regime, dass die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius begrenzen hilft und die Anstrengungen dabei gerecht auf die Länder verteilt. Deswegen dürfen die Gelder auch nicht von den zukünftigen Budgets für Entwicklungszusammenarbeit abgezweigt werden, sondern müssen zusätzlich bereitgestellt werden – sonst fehlen sie beispielsweise für den dringend benötigten Bau von Schulen und Krankenhäusern in armen Ländern.
Die benötigten Summen sind erheblich, stehen aber zur Verfügung – wenn Sie und Ihre Kolleg/innen den nötigen politischen Willen aufbringen. Verglichen mit den Riesensummen, die zur Rettung des Bankensektors eingesetzt wurden, sind die Kosten für die Bewältigung des Klimawandels – und damit die Sicherung der Zukunft unseres Planeten – gering. Die späteren Klimaschäden würden unsere Gesellschaften um ein Vielfaches teurer zu stehen kommen. Eine mögliche Quelle für zusätzliche Gelder sind die Versteigerungserlöse aus dem Emissionshandel, die ab 2013 erheblich anwachsen werden.
Deutschland und Europa tragen eine besondere Verantwortung, nicht zuletzt, weil wir mehr als andere Weltregionen einerseits für den Klimawandel verantwortlich sind und andererseits über Wohlstand und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verfügen, um der Herausforderung zu begegnen.
Der EU-Gipfel ist eine der wenigen verbliebenen Chancen, durch konkrete und ambitionierte Schritte den festgefahrenen Verhandlungsprozess wieder in Bewegung zu bringen, damit auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember ein ausreichend ehrgeiziges und global gerechtes Abkommen verabschiedet werden kann.
Ich bitte Sie daher dringend, alles in Ihrer Macht Stehende zu unternehmen, dass der EU-Gipfel hinsichtlich der Finanzierungsfrage echte Zugeständnisse an die Entwicklungsländer beschließt und damit die UN-Verhandlungen aus der Sackgasse befreit.
[ Deine persönliche Nachricht ]
Mit freundlichen Grüßen
[ Unterzeichnende/r ]
Datenschutzhinweis
Deine Daten (Name, E-Mail, Betreff, Nachricht) werden im Anhang der E-Mail an Angela Merkel, José Manuel Barroso und Fredrik Reinfeldt versendet. Eine langfristige Speicherung erfolgt nicht.

RSS der Blog-Beiträge